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Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator für das 4. Quartal 2007
Creditreform Wirtschaftsindikator, 4. Quartal 2007
Aufschwung stabil
Neuss, 26.11.2007
Die konjunkturelle Grunddynamik der deutschen Volkswirtschaft bleibt intakt. Die Unternehmen erzielten im dritten Quartal gute Umsatz- und Ertragszahlen und stockten ihren Personalbestand weiter auf. Der Creditreform Wirtschaftsindikator steigt dementsprechend leicht gegenüber dem Vorquartal und erreicht aktuell +12,6 Punkte. (Positive Werte zeigen dabei einen Wachstumspfad an, negative Werte entsprechen einer rezessiven Tendenz.) Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung des Wirtschaftsindikators – seit Beginn des Jahres 2006 hat sich der Indexstand mehr als verdoppelt – dürfte der Höhepunkt des Konjunkturzyklus mittlerweile erreicht sein. Doch auch im Schlussquartal werden die hiesigen Unternehmen ihren überdurchschnittlichen Wachstumspfad beibehalten. Der Creditreform Wirtschaftsindikator berücksichtigt zur Darstellung und Prognose der Konjunkturverlaufs Finanzinformationen sowie Daten zur Unternehmensstabilität und verknüpft diese mit empirischen Wirtschaftsdaten.

Die nochmalige Aufwärtsbewegung im dritten Quartal 2007 verdankt der Creditreform Wirtschaftsindikator drei Komponenten: Erstens klettert der Creditreform Geschäftsklimaindex um einen knappen Zähler. Zweitens vermindert sich die Insolvenzanfälligkeit der Unternehmen, und schließlich verbessert sich das Zahlungsverhalten der Betriebe.
Unternehmen stabil wie lange nicht
Die Insolvenzanfälligkeit der deutschen Unternehmen verringert sich immer weiter. Der Creditreform Risiko Indikator (CRI), der ein Maß für das Insolvenzrisiko ist, ist im Vergleich zum Vorquartal um 0,04 auf 2,12 gesunken. Damit weisen von 10.000 Unternehmen 212 Betriebe ein so genanntes Negativmerkmal, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, auf.
Zudem sind weitere Verbesserungen beim Zahlungsverhalten der Unternehmen zu vermelden. Die mit der ausstehenden Summe gewichtete Überfälligkeit einer Rechnung, die mit Hilfe des Creditreform Datenpools zum Austausch von Zahlungserfahrungen (ZaC) ermittelt wird, verringerte sich binnen eines Jahres um rund einen Tag auf 12,9 Tage. Die durchschnittliche Kreditwürdigkeit der Unternehmen bleibt im dritten Quartal 2007 unverändert. Der durchschnittliche Bonitätsindex für die knapp 3,6 Millionen Unternehmen steht aktuell bei 258.
Verarbeitendes Gewerbe mit sehr guter Konjunktur – Dienstleister holen kräftig auf
Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe sticht erneut mit sehr guten Konjunkturdaten hervor. Bislang hinterließen der starke Außenwert des Euro und die gestiegenen Rohstoffkosten keine größeren Bremsspuren. Aufgrund der anziehenden privaten Nachfrage gewinnt der Dienstleistungssektor zunehmend an Fahrt. Das Baugewerbe muss sich dagegen mit einer schwächeren Konjunkturentwicklung zufrieden geben.
Der vollständige Quartalsbericht kann im Jahresabonnement bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss Tel.: 0 21 31 / 109-174, per E-Mail presse@creditreform.de oder direkt hier bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte März 2008.
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