Das Zahlungsverhalten als Fieberkurve der Konjunktur
Auch das Zahlungsverhalten in Deutschland wurde durch die Wirtschaftskrise beeinträchtigt. Zahlungsverzögerungen nahmen zu und die Zahl der Forderungsausfälle schnellte nach oben. Auf dem Höhepunkt der Rezession zur Jahresmitte 2009 betrug der Zahlungsverzug im Mittel knapp 14 Tage. Das heißt, nachdem das vereinbarte Zahlungsziel bereits verstrichen war, musste der Gläubiger weitere zwei Wochen auf sein Geld warten. Und mit jedem weiteren Tag erhöht sich das Risiko eines Totalausfalls. Aber auch beim Zahlungsverhalten zeigt die konjunkturelle Erholung mittlerweile Wirkung: Die Zahlungsverzögerungen nehmen wieder ab. Zur Jahresmitte 2010 werden Rechnungen im Schnitt mehr als einen Tag schneller bezahlt als noch vor einem Jahr.